Rückblick auf eine Segelfreizeit des YCBK

am Veersemeer (NL)
von Achim Rübel
 

Im Mai 2007 haben wir WWW (world wide web) neu definiert. Seit dem       19.05 steht www für Wind, Welle, Würstchen. Beginnend mit Wiener Würstchen für alle am 16.05. und endend mit der Vernichtung der letzten 26 Grillwürste nach einem harten Tag auf dem Wasser, haben sich 12 bis 14 Segler und Seglerinnen des YCBK erfolgreich gegen Wind bis Stärke 6, Wellen bis 1m und nicht enden wollende Mengen von Würstchen durchgesetzt.

Tag 1, Mittwoch, den 16.05.2007 :
Anreise von 12 Seglern auf unterschiedlichen Wegen - aber letztlich haben alle Wege zu unserer Unterkunft am Campingplatz De Schotsman geführt. Wolfgang und Marianne waren schon einige Tage vorher als Wind- und Wellen Scouts vorausgeeilt und hatten uns schon gewarnt, dass nur Segelsurfer und Kite Surfer sich aufs Wasser trauten. Aber echte Segler kommentieren so was nur lässig.
Am Abend gab es Wiener.
 

Tag 2, Donnerstag, den 17.05.2007
Übernahme der zwei vorbestellten Falken und erste Segelversuche bei      1 bis 3 Windstärken. Dabei stellte sich heraus, dass der Vermieter der Boote sehr weit gefasste Vorstellungen von Sicherheit und gutem Zustand der Boote hatte.
 

Bei einer Falk war die Befestigung der Steuerbordwant eher eine Rostlaube als eine Befestigung. Wir tauschten die Falk gegen ein vertrauenswürdigeres Exemplar und sind noch ein bisschen gesegelt.

Das erste Segeln auf dem Veersemeer

Anlässlich Mariannes Geburtstags haben unsere Scouts den Abend mit einer Grillfete bestritten. Es gab Nackensteaks und Würstchen.

Treffpunkt, wie jeden Abend, auf dem maritim geschmückten Vorplatz eines unserer geräumigen Mobilheime auf dem Campingplatz De Schotsman

Tag 3, Freitag, den 18.05.2007
Am Morgen teilten wir uns auf: in Segler und solche, die nur aussehen wie Segler. Eine Gruppe war auf dem Wasser, eine machte die Gegend unsicher.  Wind am Morgen bis 4 Windstärken, was dazu führte, dass die “echten” Segler bei zunehmendem Wind auch die Segel strichen und die Landschaft unsicher machten.

Am Abend haben wir den Grill angeworfen und Würstchen und die letzten Nackensteaks gegrillt.

Tag 4, Samstag, den 19.05.2007
Am Morgen hat sich Anne mit dem Wunsch eine größere Tour zu machen durchgesetzt. Wettervoraussage : Wind bis 4, nachmittags abflauend - also ideale Voraussetzungen, das Veersemeer in seiner ganzen Länge zu erkunden.  Wind am Morgen bis 4 Windstärken, etwas böig, aber noch gut zu segeln.

Noch hat er gut Lachen

Als wir uns gegen 2 Uhr nachmittags wieder auf den Rückweg machten und nun einige km im engen Kanal gegen den Wind ankreuzen mussten, stellte sich heraus, dass die Wettervoraussage immer noch nicht so ganz ernst zu nehmen war. Der Wind wurde stärker und unangenehm böig, was dazu führte, dass Segeln vom Spaß zur Arbeit wurde. Ganz “toll” wurden die letzten Kilometer auf Halbwind mit Böen bis 6 und der letzte km ohne Landabdeckung mit - für eine Falk - recht hohen Wellen.

Ist ihm jetzt der Spass am Segeln verloren gegangen?

Gegen 18:30 kamen wir dann glücklich und zufrieden, aber ganz schön platt, bei unseren Containern an und waren froh, als der Grill angeheizt wurde. Es gab - natürlich - Würstchen - die letzten, die tapfer von uns vernichtet wurden. Um das zu begießen (tolle Segelei und das letzte Würstchen!) zogen wir geschlossen in die Campingplatzkneipe  und gönnten uns einen Genever.

Tag 5, Sonntag, den 20.05.2007
Am Morgen fanden sich noch einige Verwegene, die nach Veere segeln wollten (Wind 0 bis 1, der Wetterbericht vom Vortag hat also doch gestimmt - mit 12 Stunden Verspätung). Der Rest fing an, das Chaos in den Containern in einen geordneten Zustand zu überführen.
Wie wir gekommen waren, so haben wir uns auch auf verschiedenen Wegen wieder nach Hause begeben und sind alle wohlbehalten angekommen.

Am Abend gab’s Würstchen! - falsch. Sonja und ich haben uns mit dem Rest unserer Familie zum lokalen Griechen begeben und uns die Wampe voll gehauen.

Zum Schluss noch was für Insider: